von Max und Anna aus 7. Klasse der Montessorischule Dinkelscherben
Am 6. Juli war es endlich so weit: Nach vielen Monaten Vorbereitung startete unsere Kanutour auf der Naab. Kurz nach 8 Uhr trafen wir uns am Campus in Häder. Dort wurden zuerst das ganze Gepäck und die Zelte auf einen Anhänger geladen. Anschließend machten wir uns mit vier Autos, einem Gepäckanhänger und einem weiteren Anhänger mit unseren acht selbstgebauten Kanus auf den Weg nach Schwarzenfeld.
Dort angekommen wurden die Kanus abgeladen und Herr Kretschmann erklärte uns noch einmal alles Wichtige zum sicheren Paddeln. Dann konnte unser Abenteuer beginnen.
Unsere erste Etappe führte uns über 11 Kilometer nach Schwandorf. Dort übernachteten wir auf dem Gelände des Kanu-Clubs mitten in der Stadt. Nachdem wir angekommen waren, wurden die Zelte aufgebaut, das Gepäck ausgeladen und natürlich gab es auch erst einmal etwas zu essen.
Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um 8 Uhr. Nach dem Frühstück bauten wir die Zelte wieder ab, verluden das Gepäck und machten uns bereit für die längste Etappe unserer Tour. Über mehr als 21 Kilometer ging es bis zum Kanu-Club nach Teublitz. Das wäre auch ohne Probleme schon eine lange Strecke gewesen, doch an diesem Tag hatten wir zusätzlich starken Gegenwind. Deshalb war diese Etappe für alle ziemlich anstrengend. Umso größer war die Freude, als wir endlich am Ziel ankamen.
Die dritte Etappe führte uns über Burglengenfeld zum Jugendzeltplatz Zaar bei Kallmünz. Mit 11 Kilometern war sie zwar etwas kürzer, aber trotzdem wunderschön. Am Abend wanderten wir gemeinsam zur Burg Kallmünz. Von dort oben konnten wir den Sonnenuntergang genießen und hatten einen tollen Blick über das Naabtal.
Am vorletzten Tag paddelten wir weitere 13 Kilometer bis zum Campingplatz in Pielenhofen. Unterwegs gab es einen Badeplatz, an dem wir uns in der Naab abkühlen konnten. Einige von uns waren allerdings schon vorher – freiwillig oder auch eher unfreiwillig – im Wasser gelandet.
Am letzten Tag ging es noch einmal mehr als 9 Kilometer bis nach Mariaort. Dort fließt die Naab in die Donau. Faszinierend fanden wir, dass das Wasser von dort aus noch rund 2.000 Kilometer weiter bis ins Schwarze Meer fließt. An der Mündung machten wir unser gemeinsames Abschlussfoto und waren stolz darauf, insgesamt mehr als 66 Kilometer auf der Naab gepaddelt zu sein.
Eigentlich begann unser Projekt aber schon viel früher. Bereits im September hatten wir angefangen, unsere Kanus selbst zu bauen. Auch die Paddel haben wir selbst hergestellt. Deshalb war es ein ganz besonderes Gefühl, mit den Booten unterwegs zu sein, die wir selbst gebaut hatten.
An der Kanutour nahmen 18 Schülerinnen und Schüler sowie vier Lehrkräfte und ein weiterer Begleiter teil. Gemeinsam haben wir viele schöne Erlebnisse gesammelt, viel gelacht, uns gegenseitig geholfen und als Team zusammengearbeitet. Genau das hat diese Tour so besonders gemacht.
Zum Schluss möchten wir uns ganz herzlich bei allen bedanken, die diese Kanutour möglich gemacht haben. Ein großes Dankeschön geht an die Eltern, die den Fahrdienst übernommen haben, an Sven für das Ausleihen des Anhängers sowie an unsere Lehrkräfte Frau Dusek, Herrn Kretschmann, Herrn Schuttermair und Herrn Ciriacy-Wantrup. Ohne ihr Engagement wäre dieses unvergessliche Abenteuer nicht möglich gewesen.
Diese Kanutour wird uns allen sicher noch lange in Erinnerung bleiben.


